einKlang


Du bist die Ruh

Du bist die Ruh,
Der Friede mild,
Die Sehnsucht du
Und was sie stillt. 

Ich weihe dir
Voll Lust und Schmerz
Zur Wohnung hier
Mein Aug und Herz. 

Kehr ein bei mir,
Und schliesse du
Still hinter dir
Die Pforten zu. 

Treib andern Schmerz
Aus dieser Brust!
Voll sei dies Herz
Von deiner Lust. 

Dies Augenzelt
Von deinem Glanz
Allein erhellt,
0 füll es ganz!



Friedrich Rückert



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