zu dem bekenne ich mich...


Je näher ich ihr komme, umso weniger brauche ich sie.
Oder doch?
Verliebt habe ich mich in der Sonntagshandlung.
Für die Kinder, heißt es, 
und ich war schon längst biologisch erwachsen.
Als Begleiter eines Kindes, das nicht sprechen konnte, 
sagte ich: Ich will ihn suchen.
Aus dem Sprechen als Stellvertreter für das Kind 
wurde nach und nach meine eigene Stimme, 
die für sich sprach: Ich will ihn suchen.
Es folgte eine lange Verlobungszeit, wir rückten uns näher 
bei jedem Rendezvous in der Menschenweihehandlung. 
Der erste Kuss war die Taufe meiner Tochter. 
Zwei Jahre danach dann endlich die Hochzeit:
Ich wurde Mitglied.
Voller Eifer half ich, die neue Wohnung,
den Haushalt einzurichten. –
Krise. 
Ich bin hungrig nach neuem Brot, 
das ich plötzlich nicht mehr finde.
Lange Durststrecke, auf der ich darum ringe, 
die äußere Erscheinung,
die mich oft schreckt, zu durch – schauen.
Dennoch lasse ich keine Begegnungsmöglichkeit aus.
Die Christengemeinschaft: Ich will sie suchen.
Auf diesem Weg erlebe ich 
meine „weltlichen“ Fähigkeiten an einem Tiefpunkt; 
als Ministrant am Altar jedoch 
Leichtigkeit, Sicherheit, Souveränität:
Hier bin ich Mensch.
--- Hier Bin Ich, Mensch. ---
In all diesem Ringen und doch Dabeibleiben 
ist eine Weite in mir entstanden,
die Menschengemeinschaft sucht – der neue Name?


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Kommentare:

  1. Meine Liebe
    Habe diesen Post erst jetzt gesehen. Berührt sehr, sehr sehr.
    Monika

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  2. Danke dass und wie du das sagst, Monika.
    Stefanie

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