01/02/2011

was weiß ich...

...warum sie mich immer in den wald schleppt


wenn ich dann aber darüber "mödütüre"


wird mir die sache klar





31/01/2011

... mit Franz Schubert


Gefrorne Tropfen fallen
Von meinen Wangen ab:
Ob es mir denn entgangen,
Dass ich geweinet hab'?

Ei Tränen, meine Tränen,
Und seid ihr gar so lau,
Dass ihr erstarrt zu Eise
Wie kühler Morgentau?

Und dringt doch aus der Quelle
Der Brust so glühend heiß,
Als wolltet ihr zerschmelzen
Des ganzen Winters Eis! 



Wilhelm Müller








und hier

29/01/2011

ich stehe im Wald




guten morgen mein lieber gut dass du kommst wird auch zeit
sitzt du bequem es kann nämlich länger dauern wenn's mal
anfängt nein erklärt wird hier gar nichts hin und wieder das ein
oder andere erläuternde wort ich muss mich nicht vorstellen
wir kennen uns von früher erinnerst du dich wie du siehst dich
so fragend um oben das ist  wenn es denn stimmt  ein
schlehdorn kann aber morgen schon sich geändert haben
weil die welt ja so voll ist von schönem und sehenswertem
nicht nur oben rechts das bin ich wie du siehst auch das
kann sich ändern seit einiger zeit fotografiere ich täglich
und manchmal mich selbst das habe ich gelernt auszuhalten
die fotos stelle ich hier ein irgendwer bringt ein wort
dazu mit das ist alles was man sich so denken kann
ein bestimmtes thema gibt's nicht also was sagst du dazu






27/01/2011

rosenWasser



als die flaschenpost
an land ging



*******



Ihr Lieben,
statt einer Antwort auf eure Kommentare schreibe ich nun auf,
was mir im Lauf dieses Tages und dank eures Mitlesens auftauchte.
Das Foto habe ich gestern am Nachmittag aufgenommen;
die sieben Worte kamen am Abend dazu.
Heute ist Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Beim heutigen Suchen nach einem Zusammenhang zwischen Flaschenpost und Nationalsozialismus
stieß ich auf Paul Celan und diese seine Worte:



"Das Gedicht kann, da es ja eine Erscheinungsform der Sprache und damit seinem Wesen nach dialogisch ist, eine Flaschenpost sein, aufgegeben in dem - gewiss nicht immer hoffnungsstarken - Glauben, sie könnte irgendwo und irgendwann an Land gespült werden, an Herzland vielleicht."


Als ich danach Paul Celan und Rose googelte,
erschien sein Gedicht
Psalm:

Niemand knetet uns wieder aus Erde und Lehm,
niemand bespricht unseren Staub.
Niemand.
Gelobt seist du, Niemand.
Dir zulieb wollen
wir blühn.
Dir
entgegen.
Ein Nichts
waren wir, sind wir, werden
wir bleiben, blühend:
die Nichts-, die Niemandsrose.
Mit dem Griffel seelenhell,
dem Staubfaden himmelswüst,
der Krone rot
vom Purpurwort,
das wir sangen
über, o über
dem Dorn. 
 

 Es ist der Duft und das Wasser des Lebendigen, ewig Fließenden, in allen Sphären.


siehe auch hier: über alle Grenzen








25/01/2011

an die wissenden



notiz nach einem abendlichen ingwerwickel auf den nieren

wenn du  48 jahre 11 monate 16 tage
in diesem leib
dieses leben gelebt hast
dann
nur dann
darfst du mir sagen
was du besser weißt