formlos



Unlesbarkeit dieser
Welt. Alles doppelt.

Die starken Uhren
geben der Spaltstunde recht,
heiser.
 
Du, in dein Tiefstes geklemmt,
entsteigst dir,
für immer.


Paul Celan










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Kristiana



„Das Vaterunser als tägliches Gebet ist im höchsten Grade geeignet, okkulte Kräfte zu entwickeln. Es ist das wirksamste der Gebete. Je mehr Achtung und Hingebung man für dieses Gebet hat, desto besser ist es für eine Bewusstseinsseele.
Wenn der Mensch es betet, so liegen – auch wenn er gar nichts davon weiß – doch dem Gebet die Kräfte zugrunde, die die Ursprungskräfte des Menschen sind. Derjenige, der die Menschen dies Gebet lehrte, musste diese Kräfte kennen. Wer es gebraucht, kann unbewußt diese Kräfte in sich leben haben.
Der Respekt vor diesem Gebet wächst immer mehr, je mehr man hineinkommt. Es kommen dann Zeiten, wo man wegen der Hoheit des Vaterunser es sich nicht zu gestatten wagt, das ganze Vaterunser an einem Tag zu beten, da man von dem Zusammenwirken der sieben Bitten eine so große Vorstellung bekommt, dass man sich nicht für würdig hält, jeden Tag dies größte Initiationsgebet in seinem Herzen zu entfalten.“

Rudolf Steiner
Kristiana (Oslo), 12.6.1912




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Die Macht der Natur

hat heute diese beiden bezaubernden Blüten mit Sturm und Hagel zerstört....
es werden Neue kommen ...
die Nacht " macht"  den Garten dunkel und ich seh nur ins Schwarze ... und doch weiss ich "sie ist noch da, die zerzauste Pflanze"
Ich wünsche Euch eine Gute Nacht

für monika












herzlichst

christina

für Bewusst.Sein



Die Schönheit Gottes ist in deinem Angesicht,
Der Sohnesgott beschützet dich
Vor den Schlechten Der Welt,
Der König der Sterne steht vor dir.

Die Schönheit Mariens der tiefen Liebe,
Mit angenehmer Zunge, mild und bescheiden,
Helles Haar zwischen deinen Augenbrauen -
Und Fionn, der lichte Sohn Cumhalls dazwischen.

Denn Maria und Jesus, ihr Sohn, sind es,
Die deinem Antlitz Liebenswürdigkeit gaben,
Möge denn der Geschmack milden Honigs auf dir sein
Und in jedem der Worte, die du sprechest,

Zu Einfachen und Vornehmen,
Zu Männern und zarten Frauen,
Von diesem heutigen Tage an
Bis zum Tag, der dein Leben endigt,
In Zuversicht auf die Geliebten und ewigen Mächte,
Im Vertrauen auf den Gott des Lebens
und das Beschützen durch seinen Sohn.

Keltisch






Liebe, liebe Monika,
Küsse hast du schon am Vorabend bekommen,
hoffentlich spürbar,
hier jetzt meine Weitmantelumarmung
und mein großer Dank für dein
bewusstes Gegenübersein.


Deine Stefanie







sieh an:


Heute kam ein Korb voller Früchte,
den wir gestern verschenkt hatten,
als Obstsalat,
besternfruchtet und mit weiteren Früchten angefüllt,
wieder zu uns zurück.


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stichhaltig

Zwischen Drogeriemarkt und Kopieshop entschloss sich gestern eine Wespe zu einem nachhaltigen Kurzbesuch in meiner Sandale, rechts, unter der großen Zehe.  Ich entschied stehenden Fußes, links, ihr das Quartier unmittelbar zu kündigen, packte die rechte Sandale in den Einkaufswagen und suchte gedanklich die nächste Apotheke. Zwei vorübergehende Frauen hatten wohl meinen verhaltenen Aufschrei gehört, ließen sich bestätigen, dass es sich um einen Wespenstich handelte und nickten mir im Weitergehen verständnisvoll zu. Da die von mir angedachte Apotheke in entgegengesetzter Richtung zum Kopieshop lag, sah ich es als vernünftig an, doch zuerst noch die Kopien abzuholen. "Sind sie allergisch?" fragte der freundliche Kopierer. Als ich verneinte, aß er beruhigt seine Tortellini weiter. Einbeschuht humpelte ich durch die Fußgängerzone zur Apotheke. Nein, zur Schnellanwendung hätten sie nichts offen, sicherheitshalber schaue sie nochmals in der Schublade mit den angebrochenen Sachen nach, Moment. Einen der beiden Stühle nutze ich derweilen, um in Ruhe zu überlegen, ob ich denn mit dem langsam anschwellenden Fuß Auto fahren könne. Da kam sie schon, ich kaufte ein Gel, sie wünschte gute Besserung. So oder so führte mein nächster Weg zum Naturkostladen, wo ich für 5 Cent eine kleine Zwiebel erwarb, die ich an der Käsetheke aufschneiden ließ und mir mithilfe eines Stücks Klarsichtfolie um die Zehe wickelte. Schließlich holte ich das Kind am Treffpunkt von der Babysitterin ab, und wir kühlten unsere Füße im nahegelegenen Brunnen.

Heute sieht mein Fuß aus wie aufgeblasen. In der Stadt begegnete mir ein Mann, vom äußeren Aussehen ein Obdachloser. Er ging an mir vorüber; nach wenigen Schritten drehte er sich um und fragte:"Haben Sie was am Fuß?" "Eine Wespe hat mich gestochen." Da sagt er:" Ich kann nichts für Sie tun. Aber ich kann für Sie beten. Möchten Sie, dass ich für Sie bete?" Ich nicke:"Ja", und denke, er wird mich dann am Abend in seine Gebete einschließen. Für einen kurzen Moment kehrt er sich nach innen und sagt dann: "Gott im Himmel, segne diese Frau und mach' ihren Fuß wieder gesund." Ich danke ihm. Er geht weiter.







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Wilhelm Tell - Der Apfelschuss

O!


Gotön Obönd, moinö Domön,
bün gorodö dorch dü
hohlö Gossö gökrochön
ond fühlö müch noch
oin büsschön zosommöngödrückt
noch düsöm Oroignüs,
dos wordön Sü vorstohön.

Bün öcht örstount!

So hob üch dos
noch nü gösöhn...



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auf-lösung :D)



mit einem herzlichen gruss von unserer zweitagesreise nach berlin!

stillLeben


Das milde Licht der Abendsonne schien auf meinen Schreibtisch;
die beiden Engelfigürchen -
ihre Geschichte findet sich hier
(und hier) -
sahen darin aus, als wollten sie platzen vor Freude.
Die goldene klingende Kugel war jahrelang verschwunden;
beim Möbelrücken rollte sie vor drei Tagen
unter dem Bücherregal hervor.
Jetzt liegt sie wieder auf einem Lavastein aus Lanzarote,
der ein Loch hat, wie gemacht,
um ein Bett für die Kugel zu sein.

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