rosenWasser



als die flaschenpost
an land ging



*******



Ihr Lieben,
statt einer Antwort auf eure Kommentare schreibe ich nun auf,
was mir im Lauf dieses Tages und dank eures Mitlesens auftauchte.
Das Foto habe ich gestern am Nachmittag aufgenommen;
die sieben Worte kamen am Abend dazu.
Heute ist Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Beim heutigen Suchen nach einem Zusammenhang zwischen Flaschenpost und Nationalsozialismus
stieß ich auf Paul Celan und diese seine Worte:



"Das Gedicht kann, da es ja eine Erscheinungsform der Sprache und damit seinem Wesen nach dialogisch ist, eine Flaschenpost sein, aufgegeben in dem - gewiss nicht immer hoffnungsstarken - Glauben, sie könnte irgendwo und irgendwann an Land gespült werden, an Herzland vielleicht."


Als ich danach Paul Celan und Rose googelte,
erschien sein Gedicht
Psalm:

Niemand knetet uns wieder aus Erde und Lehm,
niemand bespricht unseren Staub.
Niemand.
Gelobt seist du, Niemand.
Dir zulieb wollen
wir blühn.
Dir
entgegen.
Ein Nichts
waren wir, sind wir, werden
wir bleiben, blühend:
die Nichts-, die Niemandsrose.
Mit dem Griffel seelenhell,
dem Staubfaden himmelswüst,
der Krone rot
vom Purpurwort,
das wir sangen
über, o über
dem Dorn. 
 

 Es ist der Duft und das Wasser des Lebendigen, ewig Fließenden, in allen Sphären.


siehe auch hier: über alle Grenzen








Kommentare:

  1. Welche Botschaft trug die Flaschenpost? Es muss eine traumhafte sein, eine duftende.
    Neugierige Grüsse
    Gabriela

    AntwortenLöschen
  2. Ich wollt auch fragen, was drinnen war in der Flaschenpost. So ein schönet zartet Bild. Diese Farben liebe ich auch. Un wollt mal wieder schöne Grüße dalassen. Geht es Dir wieder besser. Das Kreuz ist mir auch schwer momentan.
    Steht bald ein Geburstach an?
    Allet Liebe von Ismi

    AntwortenLöschen
  3. mmh, es duftet!
    www.tauwerkstatt.de könnte dich vielleicht auch interessieren.

    liebe grüße
    heike

    AntwortenLöschen
  4. «Spreng»-Stoff ... für die «Pferde» ...

    AntwortenLöschen
  5. Meine Antwort steht heute oben im "FlaschenPost" als Ergänzung.

    AntwortenLöschen
  6. "Das Gedicht kann, da es ja eine Erscheinungsform der Sprache und damit seinem Wesen nach dialogisch ist, eine Flaschenpost sein, aufgegeben in dem - gewiss nicht immer hoffnungsstarken - Glauben, sie könnte irgendwo und irgendwann an Land gespült werden, an Herzland vielleicht."

    Einem langen Text von Dir auf FB begegnet, war dies die Stelle, die meine «Pferde» anhalten ließ.
    Komm-Union ....

    AntwortenLöschen
  7. Komm-Union über alle Grenzen, Monika.
    Ich umarme dich.

    AntwortenLöschen
  8. "...wo ich mich treffe
    mit deinem Wort..."

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Stefanie
    Was ich da über Celan las, hatte mich tief berührt. Es war wie wenn ich mich in ihm wieder finde. Ja, so gehe ich vor ... (fast) genau so.

    Und jetzt lese ich diese Zeilen von Dir und unbesehen vorher schrieb ich ähnliche Zeilen um 20:41 Uhr an Manfred. –

    Und wo ich mich treffe in Deinem Wort, findet Zeugung und Geburt zugleich statt ...

    Eine liebe Umarmung
    und gute Nacht.

    AntwortenLöschen