zuBereitung

gib 8






Diesen Post möchte ich er-klären:
Für den Gottesdienst in unserer Gemeinde
werden kleine Stücke Brot gebraucht.
Diese Stückchen steche ich zu Hause aus
und bringe sie in einem kleinen Glas zur Kirche.
Die gelöcherte Brotscheibe auf dem Frühstückstisch
sah mich mit ihren acht Augen gestern lange an,
bis ich verstand, 
dass sie transparent werden wollte
vor einer Kerze.





Im Vorbereitungsraum der Kirche 
steht das Brot bereit.


Wo die Brotstückchen heute wohl sind?!








tauet himmel

Lange haben wir keinen Schnee mehr gesehen
So hoch verweht und vieles verbirgt sich darunter.



Vergangenheit und Zukunft. Moderblatt
Rauschendes Frühlingswasser.



Es murmeln die Toten im Schneebett
Die Ungeborenen



Am Himmel wiegt sich und tanzt
Meine weißgekleidete Trauer.




Marie Luise Kaschnitz







Wetterbericht

haltbar

ich


gewinne


salz









Die Fotos entstanden gestern auf dem Gradierbau in Bad Dürkheim,
einer Anlage zur Salzgewinnung.
Sie besteht aus einem Holzgerüst,
das mit Bündeln von Schlehdorn aus der Ukraine und aus Polen verfüllt ist.
Reichlich rieselt die Sole daran herab;
im Umkreis entsteht salzhaltige Luft.
Ganz genau steht's hier: klick



 




Vom Gradierbau fällt der Blick auch dahin:
klick






er steht noch

für alle

In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas.
 
 
 
Im Notwendigen Einheit,



im Zweifel Freiheit,



in allem Liebe.




Lateinisches Sprichwort



Die Fotos entstanden gestern im Dom zu Speyer.






* * * * * * *

o range







ich kann von blauen
augen zum schauen
schreiben von rosen
grünen prognosen
gelben gesichten
lila geschichten
dichten die bunten
und grauen stunden 
- - - - -

 fehlt mir schon lange
 reim auf orange









Verschönerung (wortlos)











Gestern am Sonntagvormittag wurde dieser ungewöhnliche "Farbfleck"
bei uns auf der gegenüberliegenden Straßenseite abgestellt;
zu welchem Zweck er dient, weiß ich nicht.
Er war vorher noch nie da,
machte sich jedoch gleich nützlich
(siehe oben).






21.11.2008

Heute vor zwei Jahren




bin ich in diesen Wald gekommen.
Ich war sieben Monate und achtundzwanzig Tage alt.





21.12.2008











schon ein ton


ertragt ihr uns
nichtverstehende uns
glücksgläubige zweifelnde
erdbewohner mit einem
lächeln

Wiederfinden

wenn die erinnerung mir
ins glashaus dämmert


bricht mein blick
wanddurchwärts


andererseits 
geweitet


ich be-
denke es:



in mir



tief




blühst du








Die Fotos sind gestern aufgenommen im Judenhof in Speyer.
Am 9.11.2010 wurde dort das Museum SchPIRA eröffnet,
in dem verschiedene Architekturelemente
des jüdischen Speyer im Mittelalter zu sehen sind (Bild 1).
Im Außenbereich stehen die Mauern der ehemaligen Synagoge;
Beginn ihrer Bauzeit ist um das Jahr 1100 (Bild 2 und 3).
Vor dem Eingang der Mikwe, dem Ritualbad,
findet sich die zeitgenössische Skulptur "Kopf des Juden" (Bild 4).
Das um 1120 errichtete jüdische Ritualbad von Speyer (Bild 5 und 6)
ist das älteste seiner Art nördlich der Alpen.
Mit dem siebten Bild grüßt Frau Blume,
deren Grabstein im Museum und hier zu sehen ist.